NI·BI·RU
Der Bote der Götter
|
Die Geschichte
Der
Archäologe Martin Holan ist mit seiner Arbeit in den Archiven
alles andere als zufrieden. Da kommt ihm der Anruf seines Onkels,
Professor Wilde, gerade recht. Dieser erzählt ihm von einem
Tunnel, der beim Bau einer neuen Straße in Böhmen gefunden
würde. Der Tunnel wurde von den Deutschen im zweiten Weltkrieg
angelegt. Unterlagen bestätigten, dass darin geheime Forschungen
über den zwölften Planeten NI BI RU, wie ihn die Sumerer
nannten, betrieben wurden. Diesem Planeten wird eine unglaubliche Macht
zugesprochen und Professor Wild glaubt, dass die Deutschen diese Macht
für die ultimative Superwaffe benutzen wollten. Martin soll sich
in Prag mit der Historikerin Barbora Kánská treffen. Sie
wird ihm einen Pass geben, damit er die Ausgrabungsstätte
besichtigen kann. Doch als Martin in Prag eintrifft, ist Barbora nicht
mehr da. Er findet nur noch eine Nachricht von ihr...
Damit beginnt Martins großes Abenteuer, welches ihn von Prag über Paris bis nach Mexiko führt und so einige Überraschungen und gefährliche Situationen bereithalten wird. |
![]() |
|
Die Grafik
Grafisch
war schon Black Mirror eine Klasse für sich. Bei Nibiru wurde aber
selbst diese noch einmal verbessert. Bei den vorgerenderten Bildern
wurde wieder unglaublich detailliert gearbeitet, so dass eine
einzigartige Atmosphäre entsteht, die noch durch unterschiedliche
Lichtverhältnisse und Wettereffekte verstärkt wird.
Die Personen sind wieder in 3D erstellt und bewegen sich schon etwas geschmeidiger. Allein an seiner Kurventechnik könnte Martin Holan noch etwas arbeiten. Eine Drehung, mit gestreckten Beinen im Stand sieht nicht besonders realistisch aus. Ansonsten gibt es nichts weiter auszusetzen. Sehr schön ist auch, dass Statisten und allerlei andere bewegte Dinge, die 80 Locationen mit Leben erfüllen. Die Auflösung beträgt 1024x768 Pixel. |
![]() |
|
Installation
& Steuerung
Nibiru
erscheint auf 2 CDs. Während die zweite nur zur Installation
benötigt wird, muss sich die erste beim Spielen, im Laufwerk
befinden. Gesteuert wird komplett mit der Maus, lediglich
Passwörter müssen über die Tastatur eingegeben werden.
Wie schon bei Black Mirror sind auch dieses mal wieder beide Maustasten
wichtig. Während man mit der linken Taste Gegenstände
betrachtet, können diese mit der rechten näher untersucht
werden. Es empfiehlt sich immer beide Tasten mit allem zu versuchen, um
nichts zu übersehen. Mit einem Doppelklick auf den Ausgang,
können Orte schneller verlassen werden. Leider kann Martin
nicht rennen und wandert somit nur gemächlich durch die
Bilder. Es ist auch notwendig einige Orte mehrmals zu
untersuchen, da manche Gegenstände erst später frei
geschaltet werden. Leider geschieht das wieder recht willkürlich.
Es macht für mich ja Sinn, dass er nicht alles mitnimmt was er
findet, wenn er nicht weiß wofür es gut sein kann. Das aber
Sachen, wie zum Beispiel ein Schacht, erst angezeigt werden, wenn ich
einen Safe gefunden habe, ist albern, da ich auch keinen neuen Hinweis
bezüglich des Schachtes erhalte. Er zeigt halt dann
plötzlich an. Gefundene Sachen landen automatisch im Inventar,
welches sich am unteren Bildschirmrand befindet.
Gespeichert werden kann zu jeder Zeit. Mit einem einfachen Klick wird ein Bild, samt Datum und Uhrzeit, angelegt. An einigen Stellen im Spiel, kann Martin sterben. Das Spiel beginnt aber direkt wieder an der Stelle neu. Einen Speicherstand laden ist nicht nötig. Untertitel können jederzeit zugeschalten werden. |
![]() |
|
Sprache und
Musik
Für
die Vertonung von NIBIRU, hat Publisher dtp wieder erstklassige Arbeit
geleistet. Auch dieses Mal wurden wieder professionelle
Synchronsprecher gewonnen und zu jedem Charakter passt die Stimme
perfekt.
Musik wird ganz bewusst nur an einigen Stellen im Spiel eingesetzt. Meist um die Spannung zu verstärken. Dieses gelingt auch exzellent. Im Tunnel zum Beispiel, hatte ich ständig das Gefühl, jeden Moment überfallen zu werden. Allein die Musik machte dieses Gefühl möglich. Die sehr umfangreiche Soundkulisse hält von Grillen zirpen, Frösche quaken, Regenplätschern, Meeresrauschen bis zum Wind eine große Auswahl bereit, welche gut über die stellen ohne Musik hinwegträgt. |
![]() |
|
Rätsel
Bei
den Rätseln wurden keine Experimente gewagt, hier wurde auf
altbewährtes zurückgegriffen. Zum größten Teil
sammeln wir Gegenstände ein und wenden sie an entsprechender
Stelle an. Auch möchte fast jede Person, die wir antreffen, eine
Gefälligkeit von uns, die wir natürlich gern erfüllen.
Im späteren Verlauf kommen auch noch ein paar Knobelspiele hinzu,
wie das rechts abgebildete Kugelspiel oder die allseits beliebten
Schieberätsel. An einigen Orten muss auch unter Zeitdruck
gehandelt werden. Diese Stellen sind aber so großzügig
angelegt, das wohl kaum jemand überhaupt einen zweiten Versuch
benötigen wird. Insgesamt gesehen ist der Schwierigkeitsgrad der
Rätsel sehr leicht, so das hier auch Anfänger zu keiner Zeit,
große Schwierigkeiten haben sollten.
Kein Spiel ist perfekt, auch Nibiru nicht. So kommt es vor, dass wir unseren Gegnern in die Hände fallen und diese sind natürlich sehr an unseren gefundenen Sachen interessiert. Im Gespräch wird dann gesagt das sie die uns jetzt weggenommen haben. Davon weiß aber wohl unser Inventar nichts, denn da ist auch weiterhin alles vorhanden. |
![]() |
|
Fazit
Nibiru
spielt sich wie ein guter Abenteuerroman. Mysteriöse
Ausgrabungsstätten, zwielichtige Gestalten, ein uraltes Geheimnis
und ein Held, der nur durch Zufall in den Fall hineingezogen wird. Mich
erinnerte das Spiel sehr an Baphomets Fluch 2, was ja nicht das
schlechteste ist. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und
durch die wunderschönen Grafiken und den passenden Sound wird
diese wunderbar in Szene gesetzt. Bedingt durch den leichten
Schwierigkeitsgrad werden aber die meisten schon nach ca. 15 Stunden
das Ende erreicht haben.
Nibiru ist der erste Adventurehit 2005, an dem sich alle folgenden Titel messen lassen müssen und für Fans des Genres natürlich ein Pflichtkauf. Future Games haben bewiesen, dass der Erfolg von Black Mirror keine Eintagsfliege war und werden uns hoffentlich auch in Zukunft mit so wunderbaren Geschichten erfreuen. |
![]() |
| Systemanforderungen Windows 98, ME, 2000, XP, Pentium III 800 MHz, 128 MB RAM, 16-fach CD/DVD-ROM Laufwerk. 32MB DirektX kompatible Grafikkarte, DirektX kompatible Soundkarte, DirektX 9 oder höher, 1,5 GBfreier Festplattenspeicher, Maus/Tastatur/Lautsprecher USK: 12 Jahre Hersteller dtp/Future Games/unknown identity/shoe box 2005 Mehr Bilder zum Spiel Pressemitteilung zum Spiel Artworks 14.März.2005. Uwe Eiselt |
![]() |
| Nachtrag: NI BI RU Spezial Edition Wiederum
ein Jahr nach der Erstveröffentlichung, erschien auch für NI
BI RU eine Spezial Edition. Zusätzlich zum Spiel, welches jetzt
auf DVD ist, gibt es folgende Extras:
-Lösungsbuch: Das offizielle Lösungsbuch befindet sich als 75 seitige pdf. Datei auf der DVD. Neben der eigentlichen Lösung gibt es auf den ersten 15 Seiten auch noch Hintergründe, Artworks, ein Interview mit den Machern und Charakterbeschreibungen. - Artworks: 27, zum Teil neue, Artworks, darunter Möbel, Fahrzeuge, Gebäude und Ausschnitte aus dem Storyboard. - Wallpapers (Desktophintergründe): 5 Stück, alle mit Szenen aus dem Spiel - Poster: Ein Poster, ähnlich wie das Cover des Spieles - Trailer: Deutscher Trailer zu NI BI RU. (1:32 min) und deutscher Trailer zu Black Mirror.(1:28 min) - Soundtrack: 15 Musikstücke - Interview mit den Entwicklern: Ca.15 min langes Videointerview mit den Entwicklern von NIBIRU ins deutsche übersetzt und eingesprochen. Keine Untertitel. - Standee: pdf. Datei mit der Bastelanleitung für einen Aufsteller von NI BI RU - NI BI RU Fakten: Achtseitige pdf. Datei welche sich mit dem mysteriösen Planeten NI BI RU auseinandersetzt - Demo zu Black Mirror Wie auch bei den anderen Spezial Editionen von dtp bekommt man für einen Preis von UVP 19,95 Euro ein paar nette Extras dazu. Ob die für einen Neukauf lohnen muss jeder für sich entscheiden. Wer NI BI Ru aber noch nicht kennt, kann mit der Spezial Edition nichts falsch machen und sollte zugreifen. 15.4.2006
Uwe Eiselt
|
![]() |